Betonretusche · Dortmund

Farbretusche für Beton und Sichtbeton

Eine Farbretusche entsteht nicht in einem Arbeitsgang, sondern Schicht für Schicht – bis sich die bearbeitete Stelle aus dem üblichen Betrachtungsabstand in die Fläche einfügt.

Die Farbretusche ist das handwerkliche Kernstück der Betonretusche. Für Auftraggeber in Dortmund und Umgebung bearbeiten wir damit Stellen, die sich farblich von der umgebenden Betonfläche abheben – etwa gefüllte Lunker, Ausbesserungen oder helle Felder.

Das Prinzip: dünn, lasierend, in mehreren Schichten

Statt eine Farbe deckend aufzutragen, bauen wir den gewünschten Ton aus mehreren dünnen, lasierenden Schichten auf. Jede Schicht verändert Farbton und Helligkeit nur ein wenig. So bleibt der Untergrund sichtbar, und die Wirkung lässt sich fein steuern.

Ein einzelner kräftiger Auftrag würde dagegen schnell wie ein aufgemalter Fleck wirken. Gerade auf Sichtbeton fällt das auf, weil das Auge dort jede Unterbrechung im Porenbild wahrnimmt.

Schrittweise Annäherung an den Farbton

Die Retuschierfarben werden aus mehreren Pigmenttönen abgemischt und zunächst etwas zurückhaltender angesetzt als der Zielton. Eine Stelle mit Lasuren nachträglich abzudunkeln ist deutlich einfacher, als sie wieder aufzuhellen. Deshalb arbeiten wir uns in der Regel von hell nach dunkel an die Umgebung heran.

Wichtig ist das Trocknen zwischen den Schichten: Nasse Farbe erscheint dunkler als im getrockneten Zustand. Erst nach dem Abtrocknen lässt sich beurteilen, ob ein weiterer Auftrag nötig ist.

Techniken für Wolken- und Porenbild

Beton ist nie gleichmäßig gefärbt. Damit eine retuschierte Stelle natürlich wirkt, bilden wir auch die Zeichnung der Fläche nach:

  • Tupftechnik für feine, unregelmäßige Farbabstufungen
  • Schwammtechnik für die typische Wolkigkeit größerer Bereiche
  • Pinseltechnik für Kanten, schmale Übergänge und einzelne Poren

Poren und kleine Vertiefungen, die im umgebenden Beton dunkler wirken, zeichnen wir bei Bedarf gezielt nach. Die Ränder der Retusche lassen wir weich auslaufen, damit keine sichtbaren Kanten entstehen.

Temperatur, Licht und Endkontrolle

Retuschiert wird nur bei geeigneten Bedingungen: Die Fläche muss trocken sein, Temperatur und Luftfeuchte müssen im Verarbeitungsbereich der Materialien liegen. Direkte Sonne auf der Fläche, Frost oder Regen während der Trocknung beeinflussen das Ergebnis.

Auch das Licht spielt eine Rolle. Wir beurteilen die Farbwirkung möglichst unter Lichtverhältnissen, die der späteren Nutzung entsprechen. Die Endkontrolle erfolgt aus dem üblichen Betrachtungsabstand, denn so wird die Fläche später wahrgenommen.

Oft geht der Farbretusche eine kosmetische Ausbesserung voraus, zum Beispiel wenn Lunker gefüllt wurden. Dieselbe Technik setzen wir auch beim Retuschieren von Sichtbetontreppen ein. Fragen zu Ihrer Fläche beantworten wir gern über das Kontaktformular.

Häufige Fragen zur Farbretusche

Warum wird die Farbe nicht einfach deckend aufgetragen?
Eine deckende Farbe würde Poren, Struktur und Zeichnung des Betons überdecken. Die bearbeitete Stelle würde dadurch wie ein Fremdkörper wirken, auch wenn der Farbton passt.
Wie viele Schichten sind für eine Farbretusche nötig?
Das hängt vom Farbunterschied und vom Saugverhalten des Untergrunds ab. Wir tragen so viele dünne Schichten auf, bis die Stelle aus dem Betrachtungsabstand stimmig wirkt.
Verändert sich der Farbton nach dem Trocknen noch?
Ja, im nassen Zustand wirkt die Retusche dunkler. Deshalb beurteilen wir jede Schicht erst nach dem Abtrocknen und stimmen die Wirkung vorab an einer Musterfläche ab.

Farbretusche für Ihre Betonfläche

Schicken Sie uns Fotos der betroffenen Stellen und eine kurze Beschreibung. Wir schätzen ein, ob sich die Bereiche mit einer Farbretusche angleichen lassen.